A Lonely Place to Die

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Sebastian
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A Lonely Place to Die

Beitragvon Sebastian » Mi Jun 28, 2017 3:19 pm

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horror1966
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Re: A Lonely Place to Die

Beitragvon horror1966 » Mi Jun 28, 2017 7:22 pm

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A lonely Place to Die - Todesfalle Highlands
(A lonely Place to Die)
mit Melissa George, Ed Speleers, Eamonn Walker, Sean Harris, Alec Newman, Karel Roden, Kate Magowan, Garry Sweeney, Stephen McCole, Paul Anderson, Holly Boyd, Jamie Edgell, Gillian MacGregor
Regie: Julian Gilbey
Drehbuch: Julian Gilbey / Will Gilbey
Kamera: Ali Asad
Musik: Michael Richard Plowman
Keine Jugendfreigabe
Großbritannien / 2011

Eine Gruppe von fünf Bergsteigern klettert in den schottischen Highlands. Bei ihrer Tour beginnen sich in einem einsamen schottischen Bergwald unheimliche Laute wahrzunehmen. Als sie den Geräuschen folgen, stoßen sie auf ein junges, serbisches Mädchen, das tief in der Wildnis vergraben in einer kleinen Kammer eingesperrt lebt und nur durch ein Atemrohr Luft bekommt. Bei der Befreiung des Mädchens geraten sie in ein schreckliches Katz-und-Maus-Spiel mit den Kidnappern. Die einsame Wildnis Schottland wird schon bald Schauplatz eines blutigen Überlebenskampfes.


Mit diesem Film stellen die Briten einmal mehr ihr ausgeprägtes Gespür für spannungsgeladene Thriller unter Beweis, denn das Werk von Julian Gilbey (Footsoldier) verfügt von der ersten bis zur letzten Minute über einen fantastisch gezogenen Spannungsbogen, der einem phasenweise die Schweissperlen auf die Stirn treibt. Dabei wird man zu Beginn des Geschehens vielmehr mit fantastisch eingefangenen Bildern der schottischen Highlands konfrontiert, die eine sehr nachhaltige Wirkung hinterlassen. Fast automatisch wird man an einen Film wie "Cliffhanger" erinnert, denn auch "A lonely Place to Die" beginnt wie ein Bergsteiger-Abenteuerfilm, doch schon nach einer verhältsnismäßig kurzen Zeitspanne schlägt das Szenario eine vollkommen andere Richtung ein. Es entwickelt sich ein zusehends temporeich erzählter Survival-Thriller, der selbst beim Betrachter für einen ansteigenden Adrenalin-Spiegel sorgt. Die anfänglich eher beschauliche Erzählstruktur ist schnell vergessen und selbst die herausragenden Panorama-Bilder geraten in den Hintergrund, lässt einem das äußerst intensive doch keinerlei Möglichkeit, sich an der Bildgewalt des Filmes zu erfreuen.

Viel zu sehr wird man in ein Szenario hineingezogen, das für 5 Freunde zu einem Spiel auf Leben und Tod wird. Eher zufällig werden die Bergsteiger in Ereignisse verstrickt, die man bedrohlicher kaum hätte in Szene setzen können. Was die ganze Sache so extrem intensiv erscheinen lässt ist die Tatsache, das hier keinerlei Zeit für großartige Überlegungen gelassen wird, die Protagonisten müssen sich spontan zu diversen Handlungen entscheiden, die auch etliche Gefahren in sich bergen. Und so entwickelt sich innerhalb kürzester Zeit eine mörderische Hetzjagd durch die Highlands, wobei das Tempo immer weiter erhöht wird. Dadurch bleiben so gut wie überhaupt keine Erholungsphasen, selbst als Zuschauer kommt man kaum dazu, zwischendurch einmal kräftig durchzuatmen. Das Szenario hinterlässt dabei fast durchgehend den Eindruck eines interaktiven Sehvergnügens, fühlt man sich doch die gesamte Laufzeit über so, als wenn man sich mitten im temporeichen geschehen befindet und nicht als Zuschauer vor dem heimischen Bildschirm sitzt.

Selten habe ich in den letzten Jahren einen Film gesehen, der einen so unweigerlich in seinen Bann zieht und praktisch zu einem Teil von ihm macht. Die Geschehnisse erscheinen einfach so authentisch-und intensiv, das man eigentlich recht selten das Gefühl vermittelt bekommt, das man sich hier in einem Spielfilm befindet. Julian Gilbey hat es ganz hervorragend verstanden, den Zuschauer in seine Geschichte einzubinden, man durchlebt förmlich selbst jede einzelne Einstellung des Filmes. So teilt man dann auch die Hoffnung wie auch die Schmerzen mit den Protagonisten, die übrigens durch die bank mit absolut erstklassigen Schauspielern besetzt sind. Insbesondere Melissa George (Triangle) stellt einmal mehr eindrucksvoll unter Beweis, das sie nicht nur rein optisch sehr schön anzuschauen ist, sondern auch eine durchaus gut agierende Schauspielerin darstellt, die mit einer ausdrucksstarken Performance zu überzeugen weiß. Aber auch die anderen Akteure brillieren durch tolle Leistungen, was dem geschehen noch mehr an Glaubwürdigkeit-und Autenzithät verleiht.

Insgesamt gesehen ist "A lonely Place to Die" ein absolut überzeugender Survival-Thriller, der einen von der ersten bis zur letzten Minute bei Atem hält. Für mich persönlich schon jetzt ein Highlight des Film-Jahres 2012, das man sich keinesfalls entgehen lassen sollte. Schon die erstklassigen Kamerafahrten an sich machen dieses Werk absolut sehenswert und die Adrenalin fördernde Geschichte tut ihr Übriges, um hier für ein Film-Erlebnis zu sorgen, das man sicherlich nicht so schnell wieder vergisst. Sämtliche Zutaten des Werkes wurden nahezu perfekt zusammengemischt und ergeben ein Gesamtwerk, das weit über dem üblichen Durchschnitt anzusiedeln ist. Zu guter letzt ist das Ganze auch noch mit einem absolut passenden Score unterlegt, der den von Haus aus sehr guten Gesamteindruck noch einmal zusätzlich hervorhebt.


Fazit:


"A lonely Place to Die" ist Adrenalin pur, denn leider viel zu selten bekommt man einen Film präsentiert, bei dem man so augenscheinlich mitfiebert. Und das ist wirklich wörtlich zu nehmen, denn die eigene Körper-Temperatur steigt bei dieser actiongeladenen Geschichte zwangsläufig an. Die Schweissperlen auf der Stirn kann man auf keinen Fall verhindern, zu sehr zieht einen das Szenario in seinen Bann, so das man wirklich erst beim Einsetzen des Abspanns endlich wieder befreit durchatmen kann. Ich bin absolut begeistert von dieser Veröffentlichung, die ich nur jedem ans Herz legen kann, der Spannung pur-und imposante Bilder zu schätzen weiß.


8,5/10


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