The Bride

horror1966
Beiträge: 276
Registriert: Di Feb 02, 2016 5:47 pm

The Bride

Beitragvon horror1966 » Fr Sep 01, 2017 8:55 pm

Bild




The Bride
(Nevesta)
mit Victoria Agalakova, Vyacheslav Chepurchenko, Aleksandra Rebenok, Igor Khripunov, Natalia Grinshpun, Victor Solovyev, Marina Alhamdan, Miroslava Karpovich, Yevgeny Koryakovsky
Regie: Svyatoslav Podgayevskiy
Drehbuch: Svyatoslav Podgayevskiy
Kamera: Ivan Burlakov
Musik: Jesper Hansen
FSK 16
Russland / 2017

Nastya und ihr Verlobter Ivan sind glücklich verliebt und stehen kurz vor ihrer Hochzeit. Die Zeremonie wollen sie auf dem abgelegenen Grundstück von Ivans Familie feiern. Nastya wird zunächst sehr freundlich bei ihrer neuen Familie empfangen. Doch schnell merkt sie, dass Ivans Verwandte ihr nicht die ganze Wahrheit über die geplante Feier erzählen. Auf einmal verschwindet Ivan spurlos, und die Familienmitglieder beginnen sich äußerst merkwürdig zu verhalten. Als Nastya ihren Verlobten angekettet in einer Hütte nebenan entdeckt, wird sie plötzlich von einem unbekannten Wesen verfolgt. Ihr wird klar, dass die Familie einen ganz eigenen Plan mit ihr zu haben scheint...


Mit "Der Fluch der Hexe - Queen of Spades" lieferte der russische Regisseur Svyatoslav Podgayevskiy einen wirklich beachtlichen Regieerstling ab und bescherte dem Zuschauer auch gleichzeitig ein ordentliches Horror Feeling. Mit seinem zweiten Streich "The Bride" stößt der gute Mann nun in ein ähnliches Horn und präsentiert einen Gruselfilm, der allerdings nicht an die Qualität seines ersten Werkes heran reichen kann. Im Mittelpunkt steht dabei ein Ritual mit dem man angeblich die Seelen der Verstorbenen einfangen kann, was an sich eine durchaus interessante und reizvolle Ausgangssituation vorgibt. So beginnt die Geschichte dann auch mit einem Rückblick in das 19. Jahrhundert und konfrontiert einen mit der Ausgangsthematik, bevor das Geschehen danach in die Gegenwart überspringt.

Der gelungene Beginn weckt Hoffnungen auf ein spannendes Szenario, jedoch verflacht das Ganze zunächst einmal zusehends und bietet zudem auch kaum sehenswerte Momente. Erst nach gut 50 Minuten nimmt der Film ein wenig an Fahrt auf und es entfaltet sich endlich die nötige Grundstimmung, die man sich schon weitaus früher gewünscht hätte. Zwar verfügt "The Bride" durchaus über eine fast durchgehend geheimnisumwitterte Note, jedoch ist es Podgayevskiy nicht gänzlich gelungen, diese auch ganzzeitig im Vordergrund zu halten. Ein konstanter Spannungsbogen kann sich so nur schwerlich aufbauen und so muss man immer wieder diverse Einbrüche in Kauf nehmen, die das Filmvergnügen doch sichtlich beeinträchtigen.

Das ominöse Familiengeheimnis wird zunächst im Hintergrund gelassen, allerdings merkt man ziemlich schnell worauf die Chose letztendlich hinaus läuft. Diese Vorhersehbarkeit ist dann auch wahres Gift für die Erzählung und die etlichen Logiklöcher tun ihr Übriges, damit sich am Ende kein wirklich überzeugendes Gesamtbild ergeben kann. Im Grunde genommen ist es Hauptdarstellerin Victoria Agalakova zu verdanken das man bis zum Ende bei der Sache bleibt, denn die gute Frau stellt nicht nur einen optisch hübschen Leckerbissen dar, sie wartet zudem auch noch mit einer guten schauspielerischen Leistung auf. Insgesamt gesehen kann dieser Umstand den Film aber nur unwesentlich aufwerten, denn die gesamte Geschichte hinterlässt doch einen etwas unausgegorenen Gesamteindruck.

Letztendlich ist "The Bride" sicherlich kein totaler Flop, aber durch viele vermeidbare Mankos hat man hier eine Menge an Potential verschenkt, das durch die interessante Grundkonstellation auf jeden Fall vorhanden war. Leider ist Podgayevskiy im vorliegenden Fall keine in sich stimmige Umsetzung gelungen, so das man sich am Ende mit einem eher durchschnittlichen Beitrag zufrieden geben muss. Schade eigentlich, denn aus dieser Erzählung hätte man viel mehr machen können, aber etliche Unzulänglichkeiten und teils mangelnde Logik verhindern ein durchgängig gutes Gesamtbild.


Fazit:


"The Bride" ist sicherlich kein schlechter Film, aber im Gegensatz zu seinem Erstling hat der Regisseur dieses Mal sein Gespür für einen gelungenen Horrorfilm ein wenig vermissen lassen. So bleibt am Ende ein eher zwiespältiger Eindruck und es reicht lediglich für den breiten Durchschnittsbereich.


5/10

Zurück zu „Horror, Splatter, Gore, Thriller“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast