Godzilla (2014)

horror1966
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Godzilla (2014)

Beitragvon horror1966 » Di Feb 02, 2016 7:19 pm

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Godzilla
(Godzilla)
mit Aaron Taylor-Johnson, CJ Adams, Ken Watanabe, Bryan Cranston, Elizabeth Olsen, Carson Bolde, Sally Hawkins, Juliette Binoche, David Strathairn, Richard T. Jones, Victor Rasuk, Patrick Sabongui, Jared Keeso
Regie: Gareth Edwards
Drehbuch: Max Borenstein / Dave Callaham
Kamera: Seamus McGarvey
Musik: Alexandre Desplat
FSK 12
Japan / USA / 2014

Joe Brody arbeitet mit seiner Frau in einem japanischen Atomkraftwerk, als es einen tödlichen Zwischenfall gibt. Jahre später ist er sozial isoliert, der wahre Grund des Unfalls weiter unter Verschluss. Als Joe sich dorthin aufmacht und ihn sein Sohn Ford folglich aus dem japanischen Gefängnis abholen muss, bricht eine noch mächtigere Katastrophe los. Nun beginnt für alle Beteiligten ein Wettlauf gegen die Zeit und um die halbe Welt. Schließlich muss die Menschheit gerettet werden, wobei vielleicht nur ein Monster helfen kann.


Godzilla dürfte die wohl mit weitem Abstand berühmteste Echse der Filmgeschichte sein und so ist es nicht verwunderlich, das pünktlich zum sechzigsten Geburtstag mit vorliegendem Film die Wiedergeburt des beliebten Monsters und gleichzeitig der Start einer neuen Reihe in Angriff genommen wurde. Wie man jedoch das dabei entstandene Ergebnis bewertet kommt wohl auf die jeweiligen Erwartungen an, denn das Werk von Gareth Edwards (Monsters) stellt ganz eindeutig ein zweischneidiges Schwert dar und dürfte längst nicht bei allen Fans auf große Begeisterung stoßen. In erster Linie dürfte das darin begründet sein, das der Regisseur sein Hauptaugenmerk ganz offensichtlich mehr auf den Inhalt als auf Action legen wollte, wobei an dieser Stelle anscheinend in Hollywood ganz generell ein Umdenken im Bezug auf Blockbuster stattgefunden hat. Dieses Phänomen war nämlich auch schon beim "RoboCop" Remake zu beobachten und ebenso wie dort ging der Versuch auch in vorliegendem Fall ein wenig in die Hose. Es ist ja prinzipiell nichts gegen etwas mehr Inhalt einzuwenden, doch wenn man schon diesen Weg einschlägt, dann sollte man auch zu einer gelungenen Umsetzung gelangen. "Godzilla" ist nun einmal in erster Linie ein Monsterfilm und dementsprechend möchte man als Liebhaber dieser Filmart auch den Titelhelden in Aktion sehen. Gerade in diesem Punkt kocht man hier jedoch auf Sparflamme, denn während einer Laufzeit von knapp 2 Stunden sind die Auftritte der Echse äußerst rar gesät. Zudem dauert es über 50 Minuten, bis man den neu gestalteten Godzilla überhaupt einmal zu Gesicht bekommt, so das die Geduld des Fans doch arg strapaziert wird. Bis dahin quält man sich also mehr schlecht als recht durch das Geschehen, das fast ausschließlich aus endlos langen Dialogen und einiger Kurzauftritte zweier anderer Monster geprägt ist, die logischerweise als Gegner der Riesen-Echse in Erscheinung treten.

Obwohl man viel Wert auf den Inhalt des Filmes gelegt hat gestaltet sich dieser in jeder Phase absolut vorhersehbar. Es gibt keinerlei Überraschungsmomente und in nicht gerade wenigen Phasen erscheint das Ganze dermaßen an den Haaren herbeigezogen, das einem die eigene Kopfbedeckung zu Berge steht. Selbst die weitaus bessere zweite Hälfte des Filmes kann den Gesamteindruck nur ein wenig nach oben korrigieren und das auch nur aufgrund einiger wirklich sehenswerter Action-Einlagen. Wer jedoch nun ein wahres Feuerwerk oder Riesen-Spektakel erwartet dürfte am Ende ziemlich ernüchtert sein, denn für eine mit 160.000.000 $ budgetierte Produktion hätte man an dieser Stelle eine ganze Menge mehr bewerkstelligen können. So aber offenbart sich insgesamt gesehen ein Szenario, das streckenweise fast schon ein wenig langweilig anmutet und an etlichen Stellen auch künstlich in die Länge gezogen daher kommt. Da lobe ich mir doch die alten-und herrlich trashigen Godzilla-Filme aus Japan, in denen nicht nur weitaus mehr Action, sondern in erster Linie eine Menge Charme vorhanden war. Natürlich ist das reine Geschmackssache, doch nachdem 1998 schon Emmerich's Wiederbelebungsversuch von Godzilla in meinen Augen kläglich gescheitert war, setzt auch Gareth Edwards diese Tradition scheinbar nahtlos fort.

Damit wir uns an dieser Stelle nicht falsch verstehen, als Katastrophenfilm mit dezenter Monster-Beteiligung mag diese Neuauflage durchaus funktionieren, doch als waschechter Godzilla-Film versagt er fast auf ganzer Linie. Und so muss man sich also entscheiden mit welcher Erwartungshaltung man an die Geschichte herangeht, die streckenweise trotz aller Bemühungen wenig Höhepunkte beinhaltet. Für mich persönlich siedelt sich das Werk lediglich im großen Durchschnittsbereich an und dürfte noch nicht einmal den Namen der berühmten Echse tragen, die während des gesamten Filmes nur wenige Minuten in voller Pracht zu bestaunen ist. Technisch gesehen befindet man sich hier auf einem recht hohen Niveau und auch in Sachen Schauspiel gibt es keinerlei größere Abstriche zu verzeichnen. Oscarreife Leistungen werden zwar nicht geboten, doch hat man das bei einem Film dieser Art sicherlich auch nicht unbedingt erwartet. Nun soll diese Neuauflage ja wohl als Start für eine neue Film-Reihe dienen und wenn ich mich nicht irre, ist der zweite Teil sogar schon bestätigt worden. Da bleibt dann doch nur zu hoffen, das die Fortsetzung ein wenig mehr mit Action gefüllt wird, denn schließlich möchte man in einem Monsterfilm doch auch wirklich viele monströse Kämpfe sehen.

Insgesamt gesehen konnte mich die 2014er Version der legendären Riesen-Echse nur teilweise überzeugen und ehrlich gesagt ist die Enttäuschung darüber doch ziemlich groß. Viele mögen das vollkommen anders sehen, doch mit Gareth Edwards hat man auch den vollkommen falschen Regisseur für dieses Projekt ausgewählt, der mit seinem Film "Monsters" nicht gerade den großen Wurf erzielt hat. Vielleicht wurde der gute Mann aber gerade deshalb ausgewählt, denn manch einer mag ja auf künstlich aufgeblähte Blockbuster stehen, in denen die Action durch überflüssige Dialoge ersetzt wird.


Fazit:


Der sechzigste Geburtstag einer Legende wird einem durch diese Neuauflage ein wenig versaut, nichtsdestotrotz kann man sich den Film ruhig einmal anschauen, sollte aber schon im Vorfeld überlegen, mit welchen Erwartungen man in die Sichtung startet. Ansonsten könnte es nämlich ein böses Erwachen geben, denn "Godzilla (2014)" bietet lediglich Durchschnitt, der zudem noch mit relativ wenig Action versehen ist.


6/10

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Sebastian
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Re: Godzilla (2014)

Beitragvon Sebastian » Di Feb 02, 2016 10:41 pm

Ich fand den Film sehr schwach. Godzilla und die anderen Monster waren super cool inszeniert, aber die Story ist hohl wie Otterstroh. Will man einen klassischen Godzilla kämpfen sehen, dann ist man hier an der richtigen Adresse, darf aber nicht vergessen sein Hirn vorher auszuschalten. Wer eine gute Story erwartet ist schon mit dem ersten Remake von Roland Emmerich viel besser beraten.

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Re: Godzilla (2014)

Beitragvon todesfeechen » Fr Jun 17, 2016 1:25 am

Ich fand auch, dass das Remake von Roland Emmerich besser war. Und da war die Story schon recht dünne.
Es bleibt aber auch nix im Gedächtnis haften davon. Hab ihn auf DVD hier, dreimal geschaut, aber ich könnt jetzt ohne nachzuschauen nicht mal sagen, was eigentlich passiert. :?

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Re: Godzilla (2014)

Beitragvon BornBad » Di Jul 19, 2016 1:51 am

Das Gerotze von Emmerich ist KEIN Godzilla und auch kein guter Film...

Dieser Godzilla-Film hat zwar auch sehr viele Schwächen, doch auch ebenso viele Stärken...

Das grösste Manko war das man die Monster zuwenig sieht und wenn dann nur kurz bevor die Tür zugeht, im TV oder durch eine Brille...
Betrachtet man es aber von der anderen Seite, kann man es so sehen das die Macher mit dem Zuschauer spielen, man erwartet ja quasi bei ersten Zusammentreffen einen epischen Kampf aber man sieht . . . Nüschte...
Klappe zu, Szenenwechsel und man sitzt als Zuschauer da und denkt sich "WTF ist wrong with this Shit"...

Aber Hey, selbst massenhaft Monsterkämpfe haben Pacific Rim auch nicht zu einem guten Film gemacht... :shock:

Ein weiterer Fehler war den besten Schauspieler im ganzen Film zu früh sterben und eine austauschbare Figur den Helden spielen zu lassen...
Dieses konstruierte Familiendrama hat den Film nur künstlich in die Länge gezogen und kein Stück bereichert...
Das Balg hat wohl auch nur die Aufgabe gehabt dämlich in die Kamera zu schauen...
Zumindest war Elisabeth Olsen seeehr nett anzuschauen...

Der Sound ist aber bombastisch, die Surroundeffekte zuhauf vorhanden und gut ortbar...
Leider war es in dem Kino wo ich war nicht der Fall...Es war so leise das ich meine Chips lutschen musste, sonst hätte ich die Dialoge nicht verstanden...Auch meine Beschwerden haben leider nichts gebracht...
Dafür konnte ich gut hören das einer der Lautsprecher im Saal defekt war und nur gerasselt hat... :x

Ich hoffe aber trotzdem noch auf eine fortsetzung wo noch ein wenig mehr von Godzilla zu sehen ist...


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