London Has Fallen

horror1966
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London Has Fallen

Beitragvon horror1966 » Mo Okt 24, 2016 5:34 pm

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London Has Fallen
(London Has Fallen)
mit Gerard Butler, Alon Aboutboul, Waleed Zuaiter, Adel Bencherif, Owen Davis, Aaron Eckhart, Michael Wildman, Morgan Freeman, Terry Randall, Penny Downie, Lucy Newman-Williams, Patrick Kennedy, Deborah Grant
Regie: Babak Najafi
Drehbuch: Creighton Rothenberger / Katrin Benedikt
Kamera: Ed Wild
Musik: Trevor Morris
FSK 16
Bulgarien / Großbritannien / USA / 2016

Zwei Jahre nach einem US-Drohnenangriff in Pakistan, bei dem die Familie des Waffengroßhändlers Barkawi getötet wurde, beginnt Barkawi seinen ausgeklügelten Racheplan auszuführen. Bei einem Staatsbegräbnis in London, zu dem alle Staatsoberhäupter des Westens zusammenkommen, lässt er seine Truppen auf die Stadt los. Hauptziel ist US-Präsident Benjamin Asher, den er vor laufender Webcam hinrichten will. Doch Barkawi hat die Rechnung ohne dessen Leibwächter Mike Banning gemacht.


Drei Jahre nachdem Antoine Fuqua mit seinem "Olympus Has Fallen" einen nicht unbedingt sehr glaubwürdigen, aber nichtsdestotrotz erstklassig unterhaltenden Actionfilm präsentierte, geht das extrem patriotisch gestaltete Treiben nun mit "London Has Fallen" in die nächste Runde. Als Regisseur fungierte dieses Mal der Iraner Babak Najafi, der mit seiner Inszenierung dem Vorgänger in nichts nachsteht. Waren zuvor noch die Nordkoreaner als Bedrohung auszumachen, so widmet man sich thematisch gesehen der momentanen politischen Weltsituation und lässt den Terrorismus als das Organ des Bösen auf die Menschheit los. Wie nicht anders zu erwarten sollte man wie schon beim ersten Teil nicht unbedingt den Fokus auf die Glaubwürdigkeit der Geschichte legen, denn ehrlich gesagt gestalten sich die Geschehnisse völlig an den Haaren herbei gezogen.

Das macht aber gar nichts, denn das Szenario ist dermaßen unterhaltsam in Szene gesetzt worden, das man als Zuschauer gar nicht erst auf Dinge wie Logik achtet. Stattdessen steht ein temporeiches und actiongeladenes Intermezzo im Mittelpunkt, in dem einmal mehr die Ein Mann Armee Gerard Butler alle Register seines Könnens ziehen muss, um den amerikanischen Präsidenten am Leben zu erhalten. Und der schottische Schauspieler ist einmal mehr in Hochform, was selbstredend kein gutes Omen für die bösen Terroristen ist, die natürlich nacheinander allesamt das Zeitliche segnen. Dabei geht es dann zumeist ziemlich hanebüchen zu, denn der gute Gerard erinnert schon phasenweise an den legendären und zu seiner Zeit unbesiegbaren Chuck Norris, der auch nie Probleme damit hatte, den zahlenmäßig weit überlegenen Gegner das Fürchten zu lehren.

Man sieht also, das der Freund glaubwürdiger Szenarien an dieser Stelle wohl kaum auf seine Kosten kommt, dafür dürfte sich allerdings der Liebhaber des kurzweiligen Action-Krachers umso wohler in seiner Haut fühlen, denn "London Has Fallen" zieht wirklich so ziemlich jedes Register, damit erst gar keine Langweile auf den Plan tritt. Absoluter Höhepunkt sind dabei sicherlich die zu Hauf vorhandenen Action-Passagen gleichzeitig bietet aber auch der Hauptdarsteller einmal mehr diverse coole Sprüche, die dem Betrachter ganz unwillkürlich so manches Lächeln abringen. Auch die Qualität der vorhandenen Effekte empfand ich im Gegensatz zu einigen anderen Leuten als äußerst ansehnlich, so das ich die zu diesem Punkt geäußerten negativen Kritiken nicht wirklich nachvollziehen kann. Dieser Film macht einfach Spaß und mit dieser Erwartungshaltung sollte man von der ersten Minute an das Geschehen heran gehen, denn das man bei einem Film dieser Art kein nachhaltig wirkendes Meisterwerk geboten bekommt, sollte einem schon klar sein.

"London Has Fallen" beinhaltet so auch jedes gängige Klischee, was insbesondere in der Rollenverteilung von Gut und Böse eindrucksvoll zum Ausdruck kommt. Ebenso bekommt man die volle Dröhnung Patriotismus serviert und die Stillisierung des Hauptdarstellers zur absoluten Heldenfigur ist das letzte Indiz dafür, das es sich hier um einen typischen Hollywood Film handelt. Wem diese Zutaten nicht gefallen der sollte erst gar nicht über eine Sichtung nachdenken, alle anderen können sich an einem herrlich spektakulären Treiben erfreuen, das zwar ohne Frage völlig überzogen, aber dafür extrem unterhaltsam daher kommt und seinem Vorgänger alle Ehre macht.


Fazit:


Eine spannende, wenn auch nicht unbedingt glaubwürdige Story, ein glänzend aufgelegter Gerard Butler und jede Menge rasante Action sind die Zutaten von "London Has Fallen". Das mag manch einem keinesfalls ausreichend erscheinen, doch der geneigte Action Fan wird seine helle Freude an der vorliegenden Produktion haben, die dem Vorgänger "Olympus Has Fallen" in überhaupt nichts nachsteht.


8/10

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