Jigsaw (2017)

horror1966
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Jigsaw (2017)

Beitragvon horror1966 » Do Mär 08, 2018 7:16 pm

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Jigsaw
(Jigsaw)
mit Matt Passmore, Tobin Bell, Callum Keith Rennie, Hannah Emily Anderson, Clé Bennett, Laura Vandervoort, Paul Braunstein, Mandela Van Peebles, Brittany Allen
Regie: Michael Spierig / Peter Spierig
Drehbuch: Pete Goldfinger / Josh Stolberg
Kamera: Ben Nott
Musik: Charlie Clouser
keine Jugendfreigabe
Kanada / USA / 2017

Mehr als ein Jahrzehnt ist vergangen, seitdem John Kramer alias der Jigsaw-Killer sein Unwesen trieb. Doch eine neue Mordserie, so grausam wie einst, lässt die Polizei ihre Überzeugung noch einmal überdenken: Wenn nicht Jigsaw selber der Urheber der Bluttaten ist, wer könnte es dann sein? Die Zeit drängt, denn die Leichen häufen sich. Während der Killer sein Spiel ungehindert vorantreibt, muss endlich ein Ermittlungserfolg her. Oder kommt der neue Jigsaw etwa aus den eigenen Reihen?


Sieben Jahre ist es mittlerweile her als mit "Saw 7 - Vollendung" der bisher letzte Teil des erfolgreichen Franchise erschienen war. Schon damals vermutete man das definitiv noch nicht das letzte Wort gesprochen war und insbesondere eingefleischte Fans der Reihe hofften inständig, das die Geschichte um den berühmt-berüchtigten Jigsaw-Killer weiter erzählt wird. Volle sieben Jahre hat es dennoch gedauert bis man sich dazu durchringen konnte mit "Jigsaw" eine weitere Fortsetzung auf die Filmwelt los zu lassen, die unter der Regie der Spierig Brothers entstanden ist. Nun muss man sicherlich kein Hellseher sein um sich zu denken, das die Rezeptur der Erzählung keine sonderliche Innovation beinhaltet und so bekommt der Zuschauer letztendlich genau das geboten, was die Saw-Reihe bisher so ausgezeichnet hat. Wie schon in einigen der vorherigen Teile wird die Story in zwei parallel zueinander verlaufenden Handlungssträngen erzählt und auch ansonsten wartet man nicht unbedingt mit Neuerungen oder gar innovativen Ansätzen auf. Das mag nicht jedem gefallen, passt aber definitiv nahezu perfekt zu den bisherigen Filmen.

Die Regisseure bedienen sich der altbewährten Zutaten und vermischen diese zu einem durchaus sehenswerten Szenario, das allerdings nicht ganz an die Klasse der Vorgänger heran reichen kann. Sicherlich liegt das im Auge des jeweiligen Betrachters, aber "Jigsaw" erreicht auf keinen Fall die Intensität der letzten Teile. In erster Linie ist das bestimmt durch den enthaltenen Härtegrad zu begründen, denn im direkten Vergleich fällt der neueste Streich doch fast schon ein wenig zahm aus. Natürlich gibt es diverse blutige Einstellungen und auch einige etwas härtere Passagen zu sehen, aber in der Summe gesehen bewegt man sich bei diesem Aspekt in einem sehr überschaubaren Rahmen. Das kann man ebenso auf die hier verwendeten Fallen ummünzen, denn auch in dieser Beziehung hat man schon Besseres gesehen. An dieser Stelle hätte man sich also durchaus ein wenig mehr Einfallsreichtum gewünscht, aber dennoch möchte man auf gar keinen Fall in der Haut der jeweiligen Opfer stecken. Diese präsentieren sich wie eigentlich immer ein wenig konturlos und wirken so jederzeit austauschbar.

So fehlt es diesem Beitrag dann etwas an nötigen Überraschungsmomenten, dafür kann man sich allerdings auf einen Film mit einer überzeugenden und sehr dichten Atmosphäre freuen. Auch in diesem nunmehr achten Teil der Reihe entfaltet sich diese herrlich bedrohliche und sadistische Grundstimmung, die den Betrachter immer wieder in ihren Bann ziehen kann. Gleichzeitig ist ein konstant ansteigender Spannungsbogen zu erkennen, denn als mögliche Täter für die neuerlichen Greueltaten werden einem diverse Verdächtige präsentiert. Im Prinzip gestaltet sich also alles wie immer, was manch einem eventuell nicht ausreichen wird, um an dieser Stelle von einem durchgehend überzeugenden Werk zu sprechen. Für eingefleischte Fans der Reihe ist "Jigsaw" allerdings absolutes Pflichtprogramm, bekommt man doch eine durchaus spannende Geschichte serviert.

Letztendlich wird diese Fortsetzung ganz bestimmt die Meinungen spalten und viele Leute werden sich sogar die Frage stellen, ob man das Franchise überhaupt neu beleben musste. Ich sage ja, denn auch wenn definitiv keine neuen Impulse zu erkennen sind und alles nach einem altbewährten Schema abläuft, macht es immer wieder riesigen Spaß Jigsaw und Co. bei ihren Taten zu begleiten. Meinetwegen können gern noch weitere Ableger folgen, denn auch wenn man mittlerweile kaum mehr echte Überraschungen und Aha-Momente erwarten kann, sind die Saw-Filme immer noch eine absolute Bereicherung für das Genre. Um die Figur von John Kramer kann man wohl noch so einige Erzählungen zusammen schustern, auch wenn diese an manchen Stellen gut und gern mal etwas abstrus erscheinen.


Fazit:


Mit einem Abstand von sieben Jahren wird nun das Saw-Universum weiter ausgebaut und meiner persönlichen Meinung nach ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. Die Zukunft wird zeigen ob noch weitere Ableger folgen werden und wenn dem so ist, sollte man jedoch definitiv zur etwas härteren Gangart zurückkehren.


7/10

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