Leatherface

Benutzeravatar
Sebastian
Site Admin
Beiträge: 486
Registriert: Mo Dez 21, 2015 8:51 pm

Leatherface

Beitragvon Sebastian » Mo Jul 10, 2017 10:07 pm

Original von GruselSeite.com

Das neuste Texas Chainsaw Massacre Prequel Leatherface, gefilmt von den beiden talentierten Regisseuren Julien Maury und Alexandre Bustillo (Inside) wird am 21. September 2017 in den USA eine exklusive TV-Premiere spendiert und am 20. Oktober einen limitierten Kinostart nebst VoD-Release durch Lionsgate Films bekommen. Das sind natürlich keine guten Nachrichten für all diejenigen, die sich auf einen qualitativ sehr hochwertigen Film nebst dazugehöriger Kinoauswertung gefreut haben. Aber wie Leatherface letztendlich aussieht und sich anfühlt, dass können wir wohl erst mit der Veröffentlichung des ersten Trailers erahnen, die theoretisch innerhalb der nächsten Wochen stattfinden dürfte. Auf jeden Fall wurden von den Kollegen von Bloody-Disgusting.com kürzlich drei offizielle Produktionsbilder veröffentlicht, die bereits recht vielversprechend und blutig wirken.
Ein deutscher Veröffentlichungstermin ist leider noch nicht bekannt…

In Leatherface entkommen vier Insassen einer Irrenanstalt. Einer von ihnen wird im Verlauf zum ikonischen und namensgebenden Slasher ‚Leatherface‘. Das Quartett kidnappt eine junge Krankenschwester und schleift sie brutal durch einen Roadtrip zur sprichwörtlichen Hölle. Auf dem Weg dorthin werden sie von einem heruntergekommen Gesetzeshüter (gespielt von Stephen DorffBlade) gejagt, der seine ganz persönlichen Gründe hat sich an den vier psychisch kranken Flüchtlingen zu rächen…

Bild

Bild

Bild

horror1966
Beiträge: 296
Registriert: Di Feb 02, 2016 5:47 pm

Re: Leatherface

Beitragvon horror1966 » Di Feb 13, 2018 6:33 pm

Bild




Leatherface
(Leatherface)
mit Stephen Dorff, Lili Taylor, Sam Strike, Vanessa Grasse, Finn Jones, Sam Coleman, Jessica Madsen, James Bloor, Christopher Adamson, Dimo Alexiev, Nathan Cooper
Regie: Alexandre Bustillo / Julien Maury
Drehbuch: Kim Henkel / Seth M. Sherwood
Kamera: Antoine Sanier
Musik: John Frizzell
SPIO/JK
USA / 2017

Texas in den 50er Jahren: Der jüngste Spross von Verna Sawyer (Lili Taylor) wird wegen des Mordes an der Tochter des örtlichen Sheriffs Hal Hartmann (Stephen Dorff) in eine Nervenheilanstalt eingewiesen. Zehn Jahre später kann er jedoch mit drei sadistischen Insassen fliehen. Die junge Krankenschwester Lizzy (Vanessa Grasse) nehmen sie als Geisel und schon bald heftet sich Sheriff Hartmann an ihre Fersen, der auf Rache aus ist. Ein Roadtrip in Richtung Hölle beginnt, der eine furchtbare Blutspur des Grauens hinterlässt. Der Junge Sawyer verwandelt sich somit zu dem Monster, das man bald unter dem Namen "Leatherface" kennen wird.


Mit "Leatherface" geht das Franchise "The Texas Chainsaw Massacre" nun auch schon in die mittlerweile achte Runde und präsentiert dabei die zweite Vorgeschichte des Killers mit der Kettensäge. Während "TCM: The Beginning" noch das Prequel zum 2003 erschienenen Remake von Michael Bay war, orientiert sich der vorliegende Film am Original von Tobe Hooper. So trägt Leatherface dieses Mal auch den Namen Jed Sawyer, wohingegen er in "TCM: The Beginning" noch als Thomas Hewitt unterwegs war. Mit der Regie wurde das Duo Alexandre Bustillo und Julien Maury beauftragt, das sich seinerzeit mit dem französischen Kracher "Inside" einen Namen gemacht hat. Genauso blutig und hart geht es hier zwar nicht zur Sache, aber "Leatherface" beinhaltet durchaus einen sehr ansehnlichen Härtegrad. Bei diesem hat man glücklicherweise auf den Einsatz von CGI verzichtet, was dem Gesamtbild definitiv zu gute kommt.

Gedreht wurde die Vorgeschichte aus Kostengründen in Bulgarien, was dem Szenario aber keinesfalls abträglich ist. Eher das Gegenteil ist der Fall, denn in atmosphärischer Hinsicht erscheint das Ganze äußerst stimmig. Zudem kann man dem Zuschauer auch ohne Weiteres ein ansehnliches Ambiente der 60er Jahre vermitteln, was auch durch die passende musikalische Untermalung zusätzlich unterstrichen wird. Im Grunde genommen hört sich das alles also ziemlich gut an, aber dennoch kann der Film nicht auf der ganzen Linie überzeugen. Dabei kann man noch nicht einmal genau sagen an welchen Dingen dieser Umstand fest zu machen ist, aber der echte Funke will irgendwie zu keiner Zeit überspringen. Rein handwerklich kann man dem Werk wirklich keinen Vorwurf machen, dennoch fehlt es ganz einfach am notwendigen Extra, damit die Story sich aus der breiten Masse hervor heben könnte.

Sicherlich ist dies auch darin begründet das man ja schließlich ganz genau weiß, auf was das Ganze am Ende hinaus läuft. Es gibt eben keine wahren Überraschungsmomente und diesen Umstand sollte man schon vor der Sichtung in die eigene Erwartungshaltung einfließen lassen. Ein weiterer und nicht gerade unwichtiger Gesichtspunkt ist sicherlich auch im generellen Stellenwert des Killers an sich zu suchen, denn obwohl das Franchise an sich seit jeher sehr beliebt ist, steht Leatherface doch ein wenig im Schatten seiner Genrekollegen Freddy Krueger, Jason Voorhees und Michael Myers. Denn obwohl Hooper's Original als bahnbrechendes Werk anzusehen ist, konnte die Hauptfigur nie den gleichen Status wie die anderen Serienkiller erreichen. Sicher, ein Leatherface hat sich auch einen durchaus berechtigten Kultstatus erworben, aber dennoch fehlt es der Figur ganz generell an der nötigen Ausstrahlung, um mit Freddy, Jason und Michael auf eine Stufe gestellt zu werden. Es mag bestimmt nicht jeder so sehen, aber dennoch hat die Figur meiner persönlichen Meinung nach immer ein eher stiefmütterliches Dasein gefristet.

Wie dem auch sei, in der Summe gesehen handelt es sich hier um einen äußerst soliden Beitrag, der seine größte Stärke sicherlich in der vorherrschenden Atmosphäre zum Ausdruck bringt. Einige härtere Einstellungen verleihen dem Gesamtbild eine zusätzliche Würze, wobei der enthaltene Härtegrad niemals den üblichen Rahmen sprengt. Bustillo und Maury haben gute Arbeit abgeliefert, aber trotzdem hätte man aus der Geschichte eventuell noch mehr heraus holen können. Letztendlich bleibt eine gute Mischung aus Road Trip und Horrorfilm, die aber keinesfalls im obersten Regal des Genres anzusiedeln ist.


Fazit:


"Leatherface" ist keinesfalls das von manch einem erwartete Spektakel, das man vielleicht aufgrund des Regie-Duos Bustillo und Maury erwartet hat. Dennoch entpuppt sich das Szenario größtenteils als äußerst stimmig, beinhaltet allerdings keinerlei Überraschungsmomente. Für Liebhaber der Filmreihe auf jeden Fall unverzichtbar, aber auf keinen Fall ein Horrorfilm der einen wirklich vom Hocker haut.


6,5/10

Benutzeravatar
Black Papst
Beiträge: 20
Registriert: Mo Apr 03, 2017 9:22 pm

Re: Leatherface

Beitragvon Black Papst » Fr Aug 17, 2018 3:19 am

Uiuiui, wie hatte ich mich auf diesen Film gefreut...
Die Vorfreude verflüchtigte sich immer weiter, je mehr Kritiken ich laß.
Am Ende war es bei mir soweit, dass ich kaum noch irgendwas sinvolles erwartete - und dennoch wurde ich weiter enttäuscht.

Der Anfang des Films ließ zwar auf halbwegs gutes hoffen, da ich diesen als ziemlich stark empfand, doch dann driftete es in lächerlich unglaubwürdige Road-Movie-Gefilde ab.
Zwar wusste ich im Verraus, dass "Leatherface" den Großteil des Films in dieser Schiene fährt, allerdings war ich mit der Umsetzung mäßig bis garnicht zufrieden. Es wirkte alles zu aufgesetzt und unausgegoren um vernünftig zu überzeugen.

Was mich jedoch am meisten störte, war der Cast des zukünftigen Leatherface. Tut mir leid, aber so einen blassen gesichtslosen Washlappen als aufkeimenden Metzger mit Kettensäge zu casten empfand ich als derben Schlag ins Gesicht. Hinzu kommt, dass so gut wie jeder aus der verrückten Teenie-Bande in welcher Chad Sawyer verkehrt, im Vergleich deutlich mehr Potential gehabt hätte, zu dem Monster zu werden, welches wir seit 1974 kennen.

Hinzu kommt noch der weichgespülte Gewaltgrad. Mir kommt es nicht drauf an, wie viel und wie blutig die Gewalt dargestellt wird. Aber ganz ehrlich - weder ein halbwegs vergleichbares Maß an subtiler Gewalt wie im Original noch der pervers derbe Gewaltakt eines "TCM: The Beginning" war vorhanden.
Zwar bietet der Film (in ungeschnittener Form) durchaus Blut und dazugehöriges gekröse, aber in Anbetracht der jeweiligen Ausgangssituationen die zu den blutigen Spitzen führen, wirken sie einfach absolut belanglos. Nichtmal für sich gesehen können diese auch nur ansatzweise diese Katastrophe von Film aufwerten.

-Der Film kommt nicht aus dem Quark
-Gewaltgrad nicht hoch, nicht zu niedrig, aber völlig belanglos
-Der Cast ist zum Großteil einfach lausig besetzt (vor allem Leather...Bubiface)
-Keine Atmo, die in mir ein ähnliches Feeling auslösten wie es beispielsweise bei den Vorgängern + Remake/Prequel der Fall war.
-Zieht sich wie wie Teer

+Starker Anfang
+...

Wenn man schon so kräftig mit dem Regie-Duo von "Inside" wirbt, und anfangs zu hören bekommt, wie dreckig roh und brutal der Film sein soll, dann erwartet man natürlich ein dementsprechendes Unterhaltungsniveau. Aber spätestens nach dem verspäteten Release, der Premiere im Fernsehen und den bändesprechenden Kritiken, kann man einfach auf das gelbe vom Ei hoffen. In meinem Fall wurde ich sogar in meiner kaum nennbaren Erwartungshaltung unterboten.

Ich trau mich ja kaum es auszuschreiben, aber selbst "Texas Chainsaw (3D)" hat storytechnisch, umsetzungstechnisch und vom Unterhaltungsgrad viel mehr Wert als dieser dieser digitale Schmuddelunfall der sich "Leatherface" schimpft.

Der Film hat bestimmt seine Abnehmer und Sympatisanten gefunden, für mich hat sich dieser Film selbst gehängt. 3/10

(Hab versucht nicht noch Spoiler hinzuzufügen. Sonst wäre ich in meiner Wortwahl durchaus übers Ziel hinausgeschossen. Grausiger Film...)
Back inBlack!

Benutzeravatar
Sebastian
Site Admin
Beiträge: 486
Registriert: Mo Dez 21, 2015 8:51 pm

Re: Leatherface

Beitragvon Sebastian » Sa Aug 25, 2018 10:26 pm

W00T!? Raus! Du hast Hausverbot! :P ;) :D

Benutzeravatar
Black Papst
Beiträge: 20
Registriert: Mo Apr 03, 2017 9:22 pm

Re: Leatherface

Beitragvon Black Papst » Di Sep 18, 2018 9:25 am

:lol:

Ich mein, handwerklich war er ja top. Aber mein Fall war es nicht. Die gesamte Reihe ist eh für ihre unglaublich starken Qualitätsschwankungen bekannt.
Aber aufgrund meines Sammlerzwangs bleibt auch "Leatherface" in meinem Schränkchen :D .

Wer weiß, vielleicht sehe ich den Film irgendwann positiver. Beim Remake hat es auch ewig gedauert, doch jetzt finde ich es richtig gut. :D
Back inBlack!

Norman
Beiträge: 10
Registriert: Do Feb 01, 2018 9:34 pm

Re: Leatherface

Beitragvon Norman » Fr Sep 21, 2018 11:07 pm

Das stimmt.... anders herum geht es auch... so mancher Film erschien mir vor 20 Jahren genial - heute eher durchwachsen... nun denn, back to theme... Leatherface hat schon was. Ist ne wirklich runde Sache und gute Unterhaltung. Aber "DER HIT" war es nun auch wieder nicht. Muss ja auch gar nicht sein. Coole Unterhaltung ist ja auch das, was zählt. Ich empfehle den Film jedenfalls.... :D
Stay clean...


Zurück zu „Horror, Splatter, Gore, Thriller“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast